Archiv für Juli 2014

FAQ

Um was wird es gehen?
Das 4. Nachwuchssymposium steht unter dem Titel „Nur wer arbeitet, soll auch essen.“ Zur Kultur- und Sozialgeschichte der Arbeitslosigkeit. Ein Tagungskonzept sowie den Call for Abstracs findest du unter dem Reiter „Symposium 2017″. Ein Programm der Tagung wird erst nach Einsendeschluss des CfA erstellt und erscheint dann ebenfalls dort.

Wo findet das Symposium statt?
Das Symposium wird vom23. bis 24. Juni 2017 (Freitag und Samstag) an der Universität Bamberg stattfinden, und zwar Hörsaal U2/01.33. Der Raum ist im der Martinskirche anliegenden Flügel des ehemaligen Jesuitenkollegs in der Straße „An der Universität 2″, im 1. Stock. (eine Verbindung zwischen Austraße und Heumarkt)

Wie wird das Symposium ablaufen?
Da das Symposium von den Beiträgen der Referent_innen lebt, freuen wir uns über dein Interesse! Dein Vortrag sollte etwa 30 Minuten lang sein, anschließend wird es Raum für Nachfragen oder Diskussion geben. Im Rahmen der Tagung stellen sich zudem Erwerbs- und Arbeitsloseninitiativen vor. Außerdem wird es einen Stadtrundgang zu historischen Orten Arbeitsloser und Subalterner in der Stadt Bamberg geben. Das Tagungsprogramm sowie die Abstracts der geschichtswissenschaftlichen Vorträge und weitere Informationen findest du unter dem Reiter „Symposium 2017″

Wie mache ich mit?
Der Call ist leider schon beendet, allerdings freuen wir uns über deinen Besuch! Sofern es wieder ein Symposium gibt, kannst du dich im kommenden Jahr mit einem Abstract über ca. 500 Worte in einem PDF bewerben, der deinen Beitrag und dich kurz vorstellt. Die Beiträge sollten an geschichtssymposium[at]gmail.de geschickt werden. Das Thema des kommenden Jahres wird im Winter vorgestellt.

Kann ich auch ohne Vortrag mitmachen?
Wir freuen uns über alle Gäste – egal, ob sie ‚nur‘ zuhören, diskutieren oder gar einen Redebeitrag leisten wollen. Falls du einen längeren Anfahrtsweg hast oder aus anderen Gründen eine Unterkunft während der Tagung benötigst, dann schreibe uns! Wenn möglich, können wir einen Schlafplatz für dich organisieren. Die Tagung ist kostenlos ständig offen und ein Besuch ist jederzeit möglich. Außerdem freuen wir uns über Interessierte, die bei der Organisation vor und während der Tagung mithelfen mögen.

Bei wem melde ich mich?
AnsprechpartnerInnen sind der AK Kritische Geschichte: Alissa Michalke, Benjamin Bauer, Jadon Nisly, Miriam Schaptke und Marc Malischke. Der AK Kritische Geschichte ist Teil des AStA Bamberg e.V. und der Fachschaft Geistes- und Kulturwissenschaften der Uni Bamberg
Mails an: geschichtssymposium[at]gmail.de

CfA 2015 zum Thema „Grenzen: Aus-, Ein- und Entgrenzung“

CALL FOR APPLICATION
Zweites Studentisches Symposium der Geschichtswissenschaften an der
Universität Bamberg
am 17. Januar 2015
zum Thema: „Grenzen: Ein-, Aus- und Entgrenzung“.

Im Rahmen eines studentischen Symposiums der Geschichtswissenschaften laden Studierende der Universität Bamberg ihre Kommiliton_innen, Student_innen anderer Fakultäten und Universitäten sowie Promovend_innen oder bereits ausgebildete Historiker_innen dazu ein, ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren. Häufig werden im Rahmen von Seminar- oder Abschlussarbeiten spannende Thesen aufgestellt und erörtert, von denen nur ein begrenztes Publikum erfährt. Unser Symposium soll eine Plattform für alle sein, die gerne eines ihrer Forschungsergebnisse präsentieren und diskutieren möchten.

Dieses zweite Symposium steht unter dem Thema: „Grenzen: Aus-, Ein- und Entgrenzung“. Im Zuge der politisch geförderten europäischen Geschichtsschreibung, dem steigenden Interesse an transnationaler und globalgeschichtlicher Forschung sowie in Form vielfältiger Synonyme erfährt der Begriff der Grenze zunehmend Bedeutung für historisches Arbeiten. Wir möchten diesen Begriff im Symposium aufgreifen, indem wir Grenzen nicht nur als politische Trennline, sondern ebenso als soziales und kulturelles Phänomen verstehen, das geschichtswissenschaftliche Relevanz besitzt. Hierzu wird ein trialektisches Verhältnis von Grenzen vorgeschlagen:

Grenzsetzungen haben erstens die Ausgrenzung bestimmter Personengruppen, Phänomene oder Sachverhalte zur Folge. Die Ausgegrenzten wurden dadurch zu sozialen Außenseitern oder gar Subalternen, ihre Meinungen, Lebenssituation und Bedürfnisse verdrängt und nicht selten sogar vergessen. Dabei vollzieht sich der Prozess der Ausgrenzung in einem engen Geflecht aus diskursiven Zuschreibungen, materiellen Unterschieden und politischen Diskriminierungen. Dies trifft ebenso für den gegenteiligen Prozess, der Eingrenzung zu. Der Begriff wird zumeist als aktive Form der Grenzziehung im Sinne einer bewussten Abgrenzung von anderen verstanden. Mittels diskursiver Praktiken (religiös-konfessioneller Prägung, sozial-monitärer oder politischer Absicht) und gestützt auf (wahrgenommene) materielle Ungleichheiten konstituierte sich eine Gemeinschaft, die sich als soziale Gruppe/Gesellschaft oder politisches Gebilde (wie Nationen) auf Normen und Gebote verständigte und sich um eine kollektive Identität bemühte.

Sich von bestehenden Grenzen zu befreien, war und ist sowohl auf gesellschaftlicher wie auch auf individueller Ebene ein schwieriges Unterfangen der Entgrenzung. Als dritter Begriff schließt er das trialektische Verhältnis, indem er die Überwindung von Privilegien, Diskriminierungen und Normen sowie den grenzüberschreitenden Kulturtransfer verdeutlicht. Dadurch fordert dieser Prozess die gewonnenen Kollektividentitäten heraus und führt zu produktiven wie destruktiven Auseinandersetzungen mit der politischen, kulturellen und sozialen Grenze. So heißt ein Sich-lösen auch, einen neuen Platz im gesellschaftlichen und diskursiven Gefüge zu finden und folglich, dieses Gefüge zu transformieren. Im Symposium soll diesem Wechselverhältnis von Aus-, Ein- und Entgrenzung nachgegangen werden.

Beispielhafte Fragen können dabei sein: Wo verliefen Grenzen und wie wurden sie hergestellt? Wo lagen die politischen, sozialen oder kulturellen Grundlagen? Welche Rolle hatten Grenzziehungen bei der Konstruktion von Kollektiv- und Individualidentitäten? Konnten Ausgegrenzte Gehör finden oder wurden ihre Positionen verdrängt und vergessen? Zeichneten sich Grenzen durch Stabilität aus oder waren sie prekäre Gebilde?

Die germanisch-römischen Kontakte, Kreuzzüge, Hexenverfolgungen, die Entstehung der Nationalstaaten, die Emanzipation der Juden im 19./20. Jahrhundert, die (De-)Kolonialisierung – dies sind nur einige historische Ereignisse und Prozesse, bei denen das Spannungsverhältnis von Aus-, Ein- und Entgrenzung seine Wirkung entfalten konnte. Das Symposium hat deshalb das Ziel, diese Trias epochen- und konzeptübergreifend zu behandeln. Um die disziplinären Grenzen der Geschichtswissenschaft zu durchbrechen, sind auch Studierende anderer Disziplinen eingeladen, sofern ihr Beitrag eine historische Perspektive einnimmt.

Das Symposium wird am Samstag, den 17. Januar 2015 in den Räumen der Universität Bamberg stattfinden. Da das Symposium von den Beiträgen der Referent_innen lebt, freuen wir uns über dein Interesse! Dein Vortrag sollte etwa 30 Minuten lang sein, anschließend wird es Raum für Nachfragen oder Diskussion geben. Bewerben kannst du dich mit einem Abstract über ca. 500 Worte, der deinen Beitrag und dich kurz vorstellt. Die Beiträge sollten bis zum 17. Oktober 2014 an geschichte.sv@uni-bamberg.de geschickt werden. Falls du wegen einer längeren Anreise eine Unterkunft benötigst, können wir dir gerne einen Schlafplatz organisieren, wenn du uns frühzeitig informierst.

AnsprechpartnerInnen: Julia Seeberger, Moritz Bauerfeind, Benjamin Bauer und Marc Malischke für die Fachschaft GuK der Uni Bamberg
Mails an: geschichte.sv[at]uni-bamberg.de

Call für das Erste Studentische Symposium (2014)

    CALL FOR APPLICATIONS
    Erstes studentisches Symposium der Geschichtswissenschaften an der
    Universität Bamberg,
    25. Januar 2014
    Themenschwerpunkt „Wissen“

Im Rahmen eines studentischen Symposiums der Geschichtswissenschaften laden Studierende der Universität Bamberg ihre Kommiliton_innen, Student_innen anderer Fakultäten und Universitäten sowie Promovend_innen oder bereits ausgebildete Historiker_innen dazu ein, ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren. Häufig werden im Rahmen von Seminar- oder Abschlussarbeiten spannende Thesen aufgestellt und erörtert, die nur ein begrenztes Publikum zu Gesicht bekommt. Unser Symposium soll eine Plattform sein für alle, die gerne eines ihrer Forschungsergebnisse präsentieren und diskutieren möchten. Das Thema des ersten Symposiums soll das Schlagwort „Wissen“ behandeln. In den letzten Jahren erschienen vermehrt geschichtswissenschaftliche Publikationen mit wissensgeschichtlicher Perspektive. Wir möchten mit dem Symposium diesen Blickwinkel aufgreifen, wobei kein zeitlicher Schwerpunkt oder eine epochale Grenze gesetzt wird. Auch Studierende anderer Disziplinen sind eingeladen, wenn ihr Beitrag eine historische Perspektive einnimmt oder die Geschichtswissenschaften betrachtet.

Wissen und damit Bildung gelten als wichtige Ressourcen postindustrieller Gesellschaften und vor allem wissenschaftliches Wissen wird als kaum hinterfragbare Autorität ins Feld geführt. Von der Gestaltung der persönlichen Lebenswelt bis zur politischen Einflussnahme auf internationaler Ebene wird auf die Ergebnisse von Wissenschaftler_innen zurückgegriffen. Gleichzeitig wird die Erkenntnis gesichert, dass Wissen nicht als autonomer Bereich zu gesellschaftlichen Verhältnissen besteht, sondern eng mit diesen verknüpft ist. Da Wissen eine soziale Kategorie ist, ist sie historisch wandelbar und rückt folglich in den Fokus der historischen Betrachtung, weshalb es aus Sicht einer kritischen Geschichtswissenschaft nötig ist, die Zusammenhänge von Wissen, Macht und Gesellschaft zu beleuchten und die gegenseitige Einflussnahme zu erklären. Des Weiteren ist auch eine kritische Reflexion der spezifisch wissensgeschichtlichen Vorannahmen und Theorien (Kuhn, Fleck, Latour u.a.) notwendig, um nicht selbst der Ideologie anheim zu fallen. Fragen hierzu könnten sein: Wie stellt sich der Zusammenhang von Idee und Wissen dar? In welcher Verbindung stehen Wissens- und Kulturgeschichte? Wie war der gesellschaftliche Rahmen und die Machtverteilung zu bestimmten Zeiten an Wissen geknüpft? Inwiefern zeigen sich milieu-, gruppen-, kultur- oder geschlechterspezifische Wissensunterschiede und wie konnte dieses Wissen zu verschiedenen Zeiten politisch genutzt werden? Welche Funktion erhält die Vermittlung von Wissen und wie gestaltet sie sich? Welchen Beitrag kann die Geschichtswissenschaft zur Erforschung von Wissen liefern?

Das Symposium wird am Samstag, den 25. Januar 2014 in den Räumen der Universität Bamberg stattfinden. Da das Symposium von den Beiträgen der Referent_innen lebt, freuen wir uns über dein Interesse! Dein Vortrag sollte zwischen 20 – 30 Minuten lang sein, anschließend wird es Raum für Nachfragen oder Diskussion geben.

Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen auf dem Blog des AK Kritische Geschichte an der Universität Bamberg.

Der AK Kritische Geschichte gründete sich 2013 zunächst als Lesekreis zur Theorien und Methoden kritischer Geschichtswissenschaft. Bald entspann sich die Idee, ein Symposium abzuhalten, das sich an Studierende und Nachwuchswissenschaftler_innen richtet.

2017 lautet der Titel des zweitägigen Symposiums: „Nur wer arbeitet, soll auch essen!“ Zur Kultur- und Sozialgeschichte der Arbeitslosigkeit. Es findet am 23. und 24. Juni in den Räumen der Universität Bamberg statt und bietet neben historischen Vorträgen eine Posterausstellung zur visuellen Kultur von Arbeit und Arbeitslosigkeit, die Studierende der FH Bielefeld erarbeiten, sowie einen Stadtrundgang zu historischen Orten der Erwerbs- und Arbeitslosigkeit in Bamberg. Außerdem stellen gegenwärtige Arbeits- und Erwerbsloseninitiativen ihre Konzepte und Handlungsfelder vor.
Unter dem Reiter symposium 2017 findest du mehr Informationen, z.B. das Tagungsprogramm sowie die Abstracts der geschichtswissenschaftlichen Vorträge.

Häufig werden im Rahmen von Seminar- oder Abschlussarbeiten spannende Thesen aufgestellt und erörtert, von denen nur ein begrenztes Publikum erfährt. Gleichzeitig haben Student_innen selten die Möglichkeit, ihre Ergebnisse vorzustellen oder gar an einer fachwissenschaftlichen Tagung teilzunehmen. Nachwuchswissenschaftler_innen haben auf Tagungen und Konferenzen zudem häufig mit einem gravierenden Hierarchiegefälle zu kämpfen. Wir haben uns deshalb im Sommer 2013 dazu entschieden, ein regelmäßiges Symposium der Geschichte stattfinden zu lassen, wo Studierende, Doktorand_innen aber auch promovierte Historiker_innen ihre Forschungsergebnisse vorstellen und diskutieren können. Zugleich wollen wir interessierten Student_innen die Möglichkeit bieten, sich aktiv mit der Geschichtswissenschaft auseinanderzusetzen.

Im Januar 2014 veranstalteten wir das erste Studentische Symposium der Geschichtswissenschaft zum Thema „Wissen“. 2015 fand das Symposium unter dem Titel: „Grenzen: Aus-, Ein- und Entgrenzung“ statt. Am 16. Januar 2016 führten wir das dritte Symposium unter dem Titel „Skandale!“ durch. Dazu findest du mehr unter dem Reiter historie.

Wir freuen uns sehr über deinen Besuch
Orga-Team des Nachwuchs-Symposiums

Der AK Kritische Geschichte ist ein Projekt des AStA Bamberg e.V. und wird unterstützt durch die Fachschaft GuK sowie durch das Institut Geschichte / Europäische Ethnologie der Universität Bamberg.

Die Tagung wird in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Petra-Kelly-Stiftung ausgerichtet.
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